Zentrum für Hyperthermie und Onkologie in Westmittelfranken


Hyperthermie


Durchgeführte Therapie im Hyperthermiezentrum Mittelfranken:

LOKOREGIONALE TIEFENHYPERTHERMIE (ONCOTHERMIE)

Die Indikationsstellung zur Behandlung im Einzelfall erfolgt nach fachonkologischer Bewertung der bestehenden Ergebnisse der Diagnostik zur Erkrankung und der Würdigung bisheriger Therapien. Im Rahmen einer Zweitmeinung werden weitere Therapieoptionen erörtert.

Zelle

Unsere Zellen



Möglichkeiten der Therapie:

lokalisierte Schädigung und Zerstörung von Tumorgewebe als unterstützende Therapie bei laufender Strahlen- oder Chemotherapie durch Erhöhung der Chemo- und Strahlenempfindlichkeit des Tumorgewebes wie auch bei Therapien mit monoklonalen Antikörpern.

DNA

DNA - der Bauplan unserer Zellen


Welche Tumoren können behandelt werden?

  • Bauchspeicheldrüsenkrebs palliativ und adjuvant
  • Brustkrebs palliativ
  • Gallenblasen-und Gallenwegskarzinome
  • Harnblasenkarzinome palliativ
  • Lungenkrebs und Rippentumore
  • Vorsteherdrüsenkrebs palliativ
  • Glioblastome/ Hirntumore
  • inoperable und nicht durch klassische Strahlen- oder systemische Therapien behandelbare Krebserkrankungen und deren fernmetastatische Tumorherde wie Leber- und Hautmetastasen
Hypertermie-Behandlung

Behandlung


Wie wirkt die Hyperthermie?

Lokoregional appliziert ist die Hyperthermie ein das gesunde Gewebe schonendes Verfahren zur Schädigung/ Zerstörung von Tumorgewebe mit minimalem Nebenwirkungsprofil.

Diverse biochemische Reaktionen nach Wärmeeinstrahlung wie Bildung von Hitzeschockproteinen, Veränderungen von Calcium- und Kaliumgleichgewicht innerhalb und außerhalb der Tumorzellen können den Stoffwechsel des Tumorgewebes irreversibel schädigen UND den natürlichen Zelltod ( Apoptose) anregen.

Eine bessere Erkennung der Tumorzellen durch Immunzellen wird postuliert.

Die Oncothermie koppelt Wärmeapplikation mit einem frequenzmoduliertem elektrischen Feld mit einer Trägerfrequenz von 13,56 MHz.

Mit Elektroden wird ein elektrisches Feld erzeugt, welches den Körper durchströmt.

Diese Wellen suchen sich im Körper zur Durchdringung den Weg des geringsten Widerstandes in entsprechenden Geweben mit geringerem Widerstand. Dabei entsteht eine Kopplung zum Tumorgewebe, da dieses eine höhere Leitfähigkeit besitzt, was somit zu vermehrtem Wärmeeinstrom führt mit lokalen Temperaturentwicklungen bis 42,5°C. Dies schädigt die Tumorzellen auf biochemischer und Zellteilungsebene.

Für einen Behandlungserfolg, welcher sowohl in einem Rückgang der Tumorgröße als auch im Sistieren des Tumorwachstums gemessen werden kann, ist eine serielle Therapie erforderlich. Dabei erfolgen die Behandlungsserien entsprechen der aktuellen publizierten Empfehlungslage und entsprechend den Erkenntnissen, die aus Erhebungen der Hyperthermiefachabteilung der UNI Witten-Herdecke ( Abt. Prof.Dr.Grönemeyer) abgeleitet werden können, wie auch veröffentlichten und auf dem ASCO vorgetragenen Forschungsergebnissen der UNI München.